3. Liga


FSV unterliegt im Nachbarschaftsduell

Knappe 2:1-Niederlage gegen den SC Hessen Dreieich

Nothnagel im Zweikampf Foto: Anzzo Photography

Das Nachbarschaftsduell gegen den SC Hessen Dreieich am Samstagmittag startete im Zeichen des gegenseitigen Abtastens. Durch einen Freistoß für die heimische Elf in der sechsten Minute entstand eine erste gute Möglichkeit für Dreieich, aber die Mauer des FSV verhinderte einen ersten frühen Treffer zuverlässig. Und auch auf der anderen Seite folgte wenige Minuten darauf eine Möglichkeit zum Tor. Plut schoss einen hereingegebenen Freistoß von Tyminski nicht präzise genug und Keeper Kleinheider griff ein. Nach einer guten Viertelstunde schoss die Heimmannschaft das erste Tor der Begegnung, Pezzoni konnte nach einem Einwurf den ersten Torschuss des SC verwandeln. Das Spiel verlief im Anschluss größtenteils sehr ausgeglichen. Durch Standards kamen beide Teams hin und wieder zu Möglichkeiten, aber richtig gefährliche Bälle blieben vorerst aus. Spektakulär eingreifen musste Ex-FSVler Kleinheider erst in der 31. Minute noch einmal, als Arif Güclü einen Schuss aus dem Strafraum direkt auf das Tor der Dreieicher lenkte. Die Bornheimer zeigten sich von da an gut im Zug vor das Tor, scheiterten aber dann in der letzten Phase des Angriffs oft und kamen nicht zum letzten wertvollen Schuss. Die letzten zehn Minuten des ersten Durchgangs gestalteten sich kampfbetont. Dreieich kam in der 43. Minute noch einmal zu einem vielversprechenden Schuss aus kurzer Distanz, den Marco Aulbach im letzten Moment neben das Tor lenken konnte. Tore fielen bis zum pünktlichen Halbzeitpfiff nicht mehr. 

Der Seitenwechsel brachte einen neuen Spieler bei Hessen Dreieich mit auf den Rasen: Danny Klein kam für Uwe Hesse neu in die Partie. Marco Koch legte in der 51. Spielminute einen beeindruckenden Sprint hin, aber auch hier war der Weg zum Tor gut und die Umsetzung kurz davor scheiterte. Ein Eckball durch Tyminski brachte ebenso wenig etwas ein. Der FSV zeigte sich dennoch voller Tatendrang und war bemüht um den Ausgleichstreffer. In der 66. Minute schoss der SC Hessen Dreieich dann das zweite Tor an diesem Nachmittag und erhöhte auf 2:0. Nur eine geschlagene Minute später gelang Marco Koch jedoch der schnelle Anschlusstreffer zum 2:1, mit dem er reichlich Fahrt in den Angriff des FSV brachte. Robert Schick legte mit einem Eckball in der 76. Minute den Grundstein für ein weiteres Tor, aber um wenige Zentimeter verfehlte Koch den Ball und konnte die Ecke nicht in einen torgefährlichen Kopfball umwandeln. Eine nächste gute Chance ereignete sich kurz darauf durch einen Freistoß nach Foul an Ahmed Azaouagh, aber wieder blieb die knappe Führung bestehen. Ein Elfmeter nach einem Foul an Plut wäre die wohl beste Gelegenheit für das 2:2 gewesen, doch Kleinheider, der einen äußerst guten Tag erwischte, konnte den durchaus guten Schuss von Vito Plut halten. In den letzten fünf Minuten spielte der FSV mit einem Mann mehr, nachdem Amiri mit dem gelb-roten Karton vom Platz geschickt wurde. Eine spannende Schlussphase inklusive vier Minuten Nachspielzeit brachte noch einmal reichlich Herzklopfen für alle mitgereisten FSV-Anhänger und einige Male wurde es noch einmal richtig knapp, aber am Ende des Tages musste der FSV sich mit einer knappen Niederlage arrangieren, obwohl die Frankfurter über große Teile sehr spielbestimmend waren. 

Alexander Conrad sagte nach der Partie: „Wir erleben gerade ergebnismäßig die ganze Brutalität vom Fußballgeschäft. Wir haben einen ordentlichen Auftritt hingelegt, auch in den vergangenen zwei Spielen, aber am Ende ist das zu wenig, viel zu wenig, was da übrigbleibt, nämlich gar nichts.
Wir hätten uns in vielen Gelegenheiten belohnen können und kriegen da den Elfmeter, den wir hätten reinmachen müssen. Zum dritten Mal hintereinander belohnen wir uns nicht, da müssen wir aufwachen, müssen bessere Ergebnisse liefern. Das ist natürlich auch auf Dauer für die Fans unbefriedigend. Wir haben über weite Strecken gesehen, dass wir das Spiel beherrscht haben, dass wir einen ordentlichen Fußball gespielt, uns viele Chancen herausgespielt haben. Der Killer-Instinkt muss wieder reinkommen und solche Spiele, die du dominierst, muss du dann eben auch gewinnen.“

 

SC Hessen Dreieich
Kleinheider – Gavric, Henrich, Amiri, Reljic (59. Fliess), Rau, Lagator (77. Kai Hesse), Djakpa, Opper, Hesse (45. Klein), Pezzoni


FSV Frankfurt
Aulbach – Djengoue, Pollasch (71. Aschauer) , Güclü (71. Azaouagh), Koch, Schick, Plut, Huckle, Tyminski, Becker (80. Sierck), Nothnagel


Schiedsrichter
Mario Hildenbrand

Zuschauerzahl
1.108

Gelbe Karten
Amiri, Gavric, Hesse - Schick, Nothnagel, Pollasch
 

Rote Karten
Amiri (Gelb-Rot, 86.)


Tore
1:0 (Pezzoni, 16.), 2:0 (Amiri, 66.), 2:1 (Koch, 67.)

Autor: BM | 27.10.2018

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