3. Liga


Der Movember geht zu Ende

Noch wenige Tage läuft die diesjährige Aktion

Fabian Burdenski und Emir Sejdovic dürfen sich bald wieder rasieren Foto:FSV

Der November dauert nur noch wenige Tage und somit geht auch die Movember-Aktion dem Ende entgegen. Wir konnten den Monat nutzen, um auf die Vorsorge und die Möglichkeiten der Behandlung im Falle einer Erkrankung aufmerksam zu machen.

Denn der Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern aller Altersstufen, Hodenkrebs bei Männern unter 40. Trotzdem nehmen nur circa 18 Prozent der Männer regelmäßige urologische Vorsorgeuntersuchung wahr. Bei früher Diagnose gibt es aber gute Heilungschancen. Der Direktor der Klinik für Urologie am Universitätsklinikum Frankfurt Prof. Felix Chun erklärt dazu die Idee des Movember: „Männer sterben noch immer zu früh. Der Movember ist eine ideale Gelegenheit, um auf dieses weitreichende gesellschaftliche Problem aufmerksam zu machen. An der Klinik für Urologie bieten wir alle nötigen Vorsorgeuntersuchungen und auch viele der Therapien gerade bei männerspezifischen Krebsarten an. Die Heilungschancen sind sehr gut – aber nur, wenn der Krebs rechtzeitig diagnostiziert wird.“

Doch wieso ist Vorsorge wichtig?

In Deutschland erkranken jedes Jahr rund 60.000 Patienten an Prostatakrebs. Damit ist der Prostatakrebs die häufigste Krebserkrankung bei Männern. Nichtsdestotrotz nehmen nur circa 18 % der Männer regelmäßige urologische Vorsorgeuntersuchung wahr. Bei vielen Männer herrscht leider immer noch der Stereotyp des starken Mannes vor, der nicht krank wird. Zudem bleibt Prostatakrebs lange unentdeckt, da es anfangs keine Symptome oder Schmerzen verursacht. Wird rechtzeitig die Diagnose eines Prostatakrebs, beispielsweise im Rahmen der Vorsorge, gestellt, ist dieser in über 70 Prozent aller Fälle durch eine Behandlung (wie beispielsweise einer Operation) heilbar. Ebenso sind bei bereits fortgeschrittenem Prostatakrebs mit Befall der Lymphknoten, Knochen oder anderer Organe in den letzten Jahren viele neue Therapielinien als moderne Behandlungsoptionen hinzugekommen.Die urologischen Fachgesellschaften sehen daher für Männer ab dem 45. Lebensjahr (ab dem 40. Lebensjahr mit erstgradiger familiärer Vorbelastung) Untersuchungen im Sinne einer Tastuntersuchung und zusätzlicher Bestimmung des PSA-Wertes. Der PSA-Wert steht für ein Enzym, das von den Prostatadrüsen produziert wird und somit ein organspezifischer Marker ist, der auch in geringen Mengen ins Blut gelangt. Erhöhte PSA-Werte können auch im Rahmen gutartiger Erkrankungen festgestellt werden, zum Beispiel bei einer Prostatavergrößerung oder Harnwegsinfekten. Unter Beachtung des klinischem Tastbefund, der Prostatagröße, des Patientenalter kann bei wiederholt erhöhten PSA-Werten eine Gewebeprobeentnahme zum Krebsausschluss von Nöten sein.

Doch nicht nur die Vorsorge ist wichtig. Auch die Untersuchung danach ist von großer Bedeutung. Unsere Empfehlung für die Nachsorge bei behandelten Prostatakrebspatienten ist daher klar: Nehmen Sie die fachärztliche Nachsorge wahr!

Der FSV hofft, durch seine Teilnahme am Movember einen Teil dazu beigetragen zu haben, dass mehr Menschen aufmerksam gemacht wurden und wir auch im kommenden Jahr die Aktion gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Frankfurt durchführen.

Autor: CL | 28.11.2019

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