3. Liga


FSV und hessenstiftung präsentieren drei Mal „kicken & lesen“ in Hessen

Minister Stefan Grüttner gibt Standorte für das innovative Leseprojekt für Jungen bekannt

Präsentierten das gemeinsame Projekt "kicken & lesen": Christoph Dahl (Geschäftsführer der Baden-Württemberg Stiftung), Staatsminister Stefan Grüttner (Beiratsvorsitzender hessenstiftung - familie hat zukunft), Jens-Uwe Münker (Geschäftsführer Organisation des FSV Frankfurt) und Hans-Jürgen Boysen (Cheftrainer des FSV Frankfurt). Foto: Gast

Hier gehts zum Video der Pressekonferenz

Jungen können mit dem Ball zaubern und Tore schießen, lange bevor sie lesen. Viele spielen immer noch Fußball, wenn sie bereits kein Buch mehr aufschlagen. In Bensheim, Dautphetal und Limburg könnte die Geschichte künftig anders verlaufen. Die drei Gemeinden sind Standorte für das Projekt „kicken & lesen“, wie der Beiratsvorsitzende der hessenstiftung – familie hat zukunft, Hessens Sozialminister Stefan Grüttner am Mittwoch bekannt gab. 

Mit dem Ziel, Jungen aus lesefernen Familien durch Fußball zum Lesen zu motivieren, hatte die hessenstiftung – familie hat zukunft zusammen mit dem FSV Frankfurt 1899 das Projekt „kicken & lesen“ ausgeschrieben.

„Bildung ist die Eintrittskarte für das Spiel des Lebens, in dem es um Berufswahl, Lebensunterhalt, Familiengründung und letztlich um Sinnerfüllung und Lebensglück geht“, führte Minister Stefan Grüttner aus, als er die drei ausgewählten Standorte bekanntgab. „Mich freut, dass trotz sowohl Bensheim wie Dautphetal und Limburg in ihren Konzepten darlegen, dass sie bei den Jungen aus bildungsfernen Elternhäusern und bei Kindern aus Zuwandererfamilien ansetzen wollen.“ Hier bestehe weiterhin Nachholbedarf. Hessen habe zahlreiche Leseförderungsprojekte aufgelegt, um möglichst allen ein Bildungsticket für die Zukunft mitgeben zu können. Einen weiteren, sinnvollen Baustein stelle das Projekt „kicken & lesen“ insofern dar, als es Jungen bei einem grundlegenden Spieltrieb packe und diese Motivation für das Lesen nutze.

Jens-Uwe Münker, Geschäftsführer Organisation des FSV Frankfurt, unterstrich die zusätzlichen Anreiz zur Bewerbung, die sein Verein setzte: „Alle Teilnehmer aus den drei lokalen Projekten laden wir zu einem attraktiven Zweitliga-Heimspiel des FSV Frankfurt ins Frankfurter Volksbank Stadion ein.

Der FSV Frankfurt sieht eine wichtige Aufgabe darin, auch die mitzunehmen, die in der Gesellschaft sonst hinten anstehen müssen. Wir möchten mithelfen, Bildung für alle Jugendlichen interessant zu gestalten.“ Je zwei Jungen aus Bensheim, Dautphetal und Limburg werden zudem an der FFH-Fußballschule des FSV Frankfurt in der letzten Sommerferienwoche teilnehmen.

„kicken & lesen“ in Hessen ist ein Projekt der hessenstiftung - familie hat zukunft. Dass es auf einer Initiative der Baden-Württemberg Stiftung beruht, verdeutlichte deren Geschäftsführer Christoph Dahl: „Was wir 2007 als Pilotprojekt in Baden-Württemberg begannen, geben wir heute gern als herangewachsenes und bewährtes Projekt nach Hessen weiter. Mir scheint, dass es deutschlandweit keine vergleichbare Zusammenarbeit von Landesstiftungen bei einem Projekttransfer gibt, wie sie nun von der Baden-Württemberg Stiftung und der Hessenstiftung vorgelebt wird.“

Die zehntägigen Projekte berücksichtigen didaktisch-methodische Elemente, die phantasievoll Bücherinhalte und Fußball kombinieren. Sie werden in unterschiedlichen Formaten und Kooperationen durchgeführt. Die Jugendpflege Dautphetal mit der Jugendspielgemeinschaft Dautphetal wird das Projekt an fünf Wochenenden im April und Mai durchführen. Die FSG Bensheim hat sich in Kooperation mit der Jugendförderung Bensheim für ein Wochenende und fünf durchgehende Wochentag im gleichen Zeitraum entschieden. Die Stadtjugendpflege der Stadt Limburg legt das Projekt, bei dem sie mit der Sprachwerkstatt limburg-Nord zusammenarbeitet, in die Sommerferien an zehn durchgehenden Tagen.

Autor: hessenstiftung / FSV | 09.03.2011

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