3. Liga


Torreiches Freundschaftsderby im Frankfurter Volksbank Stadion

Eintracht siegt 3:2 - Djengoue feiert FSV-Debüt mit erstem Tor

Joni Kauko und seine Mannschaftskollegen hatten im Derby gegen die Eintracht das Nachsehen. Foto: Hübner.

Der FSV Frankfurt trennt sich im Freundschaftsderby vor 4.278 Zuschauern mit einer 2:3-Niederlage von der Frankfurter Eintracht. Torschützen für die Schwarz-Blauen waren Neuzugang Nestor Djengoue und Denis Epstein.
Wie es Fußballfans von Länderspielpausen gewohnt sind, schickte FSV-Cheftrainer Benno Möhlmann zu Beginn eine fast komplett neue Elf  auf den Platz: Im Tor stand Sören Pirson, die zuletzt angeschlagenen Spieler Chhunly Pagenburg, Zafer Yelen, Marcel Kandziora und Marc Heitmeier bekamen ebenfalls die Chance, Spielpraxis zu sammeln. Das Debüt als FSV-Spieler gaben die beiden Neuzugänge Nikita Rukavytsya und Nestor Djengoue.

Zum ersten Mal in den weißen Auswärtstrikots agierend bot der FSV ein solides Spiel, in der ersten Viertelstunde passierte bei beiden Mannschaften jedoch recht wenig. Die Gäste der Eintracht waren es, die ihre erste Chance im Spiel direkt zu nutzen wussten: Jan Rosenthal legte den Ball nach einem Sololauf über die rechte Seite in die Mitte zum mitlaufenden Takashi Inui, der den Ball nur noch ins leere Tor einschieben musste. Der FSV hätte allerdings fast postwendend für die passende Antwort sorgen können: Den Schuss von Neuzugang Nikita Rukavytsya  aus halblinker Position konnte gerade noch von SGE-Keeper Kevin Trapp abgeblockt werden. Nach knapp 20 Minuten gab es auf Seiten des FSV das nächste ansehnliche Kombinationsspiel. Zafer Yelen und Mathew Leckie erarbeiteten sich durch ein Doppelpass-Spiel geschickt freie Räume und schickten auf der rechten Seite Chhunly Pagenburg. Dessen Versuch zur Flanke wurde jedoch abgefälscht, der Ball landete in den Armen von Eintracht-Schlussmann Trapp.

Nach rund 25 Minuten bot sich für die Gäste erneut eine hundertprozentige Chance. Ein Pass von links landete direkt vor den Füßen von Stefan Aigner, der im Eins-gegen-Eins gegen FSV-Keeper Sören Pirson jedoch das Nachsehen hatte: Souverän schnappte sich der Torhüter den Ball von den Füßen des Mittelfeldspielers. Knapp zehn Minuten später war Pirson wieder gefordert, aber auch gegen Rosenthal blieb der FSV-Schlussmann Sieger und verhinderte einen weiteren Gegentreffer. Während der verletzte FSV-Kapitän Björn Schlicke kurzzeitig am Spielfeldrand behandelt werden musste, kamen seine Mannschaftskollegen in Unterzahl zur bisher besten Torchance: Nach einem sehr gut gespielten Konter über Zafer Yelen, der den Ball passgenau in die Mitte zum mitlaufenden Rukavytsya spielte. Der Australier zog direkt ab, scheiterte aber an Eintracht-Torwart Trapp. Auch der heranstürmende Chhunly Pagenburg konnte den Ball im Nachschuss nicht ins Tor bugsieren.

Kurz nach Anpfiff der zweiten Hälfte gab es die nächste gute Torgelegenheit für den FSV: Der für den verletzten Schlicke eingewechselte Michael Görlitz nutzte eine Unkonzentriertheit der SGE-Defensive und passte den Ball zu Rukavytsya, der sofort weiter nach außen auf Markus Ziereis legte, der in der zweiten Halbzeit neu in die Partie kam. Der Ex-Münchner zog den Ball aufs lange Eck, der Ball ging jedoch vorbei. Rukavytsya kam in der Mitte einen Schritt zu spät, um den Ball noch über die Linie zu drücken. Die FSV-Kicker behielten weiterhin die Oberhand: Eine Hereingabe von Yelen über rechts leitete Ziereis elegant mit der Hacke weiter zu Görlitz, der im Strafraum zum Abschluss kam. Sein Schuss in die linke Ecke konnte jedoch vom eingewechselten SGE-Keeper Felix Wiedwald pariert werden. Die nicht genutzten Chancen rächten sich auf anderer Seite: Nachdem Sören Pirson zunächst ein Tor von Stephan Schröck vereiteln konnte, stocherte der Offensivspieler in der 62. Minute den Ball zum 2:0 über die Torlinie.

Rund 20 Minuten vor Schluss meldete sich der FSV mit dem Anschlusstreffer zurück: Neuzugang Nestor Djengoue köpfte den Ball nach einer Ecke von Denis Epstein zum 1:2 aus FSV-Sicht in das Tor von Wiedwald. Die Möhlmann-Elf erarbeitete sich weiter gute Möglichkeiten, dennoch war es die Eintracht, die in der 78. Minute jubeln konnte: Inui stand auf der linken Seite völlig frei und traf zum 1:3. Kurz vor Schluss konnte Epstein den FSV noch mal ganz nah heranbringen: Zwei Minuten vor Abpfiff erzielte er aus spitzem Winkel und halblinker Position das 2:3. Davon nochmal beflügelt hatte der FSV noch zwei ausgezeichnete Chancen, den Ausgleich zu erzielen, es blieb jedoch nach 90 Minuten beim 2:3.

FSV Frankfurt – Eintracht Frankfurt 2:3 (0:1)
FSV Frankfurt: Pirson – Teixeira, Schlicke (43. Görlitz), Heitmeier (25. Konrad), Kandziora – Pagenburg, Kauko, Djengoue, Leckie (46. Ziereis) – Yelen (68.Epstein), Rukavytsya (68. Kapllani).
Eintracht Frankfurt: Trapp (46. Wiedwald) – Oczipka (67. Bakalorz), Russ, Anderson, Jung – Lanig, Celozzi – Inui (86. Joel), Aigner (79. Wolf), Rosenthal (46. Schröck (86. Michel)) – Joselu.
Tore: 0:1 Inui (16.), 0:2 Schröck (62.), 1:2 Djengoue (71.), 1:3 Inui (78.), 2:3 Epstein (88.).
Gelbe Karten: - / Anderson.
Zuschauer: 4.278.
Schiedsrichter: Martin Petersen

Autor: Ann-Kathrin Hauck | 07.09.2013

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