3. Liga


FSV holt Punkt in Düsseldorf - Torserie reißt nach 50 Spielen

Erstes 0:0-Spiel des FSV seit März 2012

Michael Görlitz setzt sich gegen zwei Gegenspieler durch. Foto: Hübner

Seit 50 Spielen hat der FSV Frankfurt nicht mehr 0:0 gespielt, so lange wie kein anderes Team in der 2. Liga. Beim Auswärtsspiel gegen Erstliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf stand dieses Ergebnis beim Abpfiff auf der Anzeigetafel.  Damit rangieren die Schwarz-Blauen auf Platz sechs der Tabelle.
FSV-Cheftrainer Benno Möhlmann nahm im Vergleich zum DFB-Pokalspiel gegen den FC Ingolstadt eine personelle Änderung vor: Für den defensiven Mittelfeldspieler Joni Kauko kam der offensivere Odise Roshi in die Startelf.  Dabei trat der FSV nicht wie gewohnt im 4-4-2-System an, sondern in einer 4-1-4-1-Formation an.

In schwarz-blau gestreiften Trikots mit schwarzen Hosen begann der FSV tonangebend. Nach zehn Minuten kamen aber bis auf wenige Flanken in die gegnerischen Strafräume, die jeweils von den Torhütern abgefangen wurden, noch keine gefährlichen Aktionen vor die Tore. Doch nach einer Viertelstunde wurde es brenzlig vor dem FSV-Gehäuse: Levan Kenia eilte alleine auf FSV-Keeper Patric Klandt zu, aber traf beim Abschluss nur den Pfosten. Im Gegenzug kam FSV-„Dampflok“ Mathew Leckie zu einer Schusschance, traf jedoch das Spielgerät nicht vorteilhaft, das „Leder“ trudelte am Tor vorbei. Danach war wieder eine Viertelstunde „Ruhepause“ angesagt, bis der Fortune Ioannis Gianniotas plötzlich im Strafraum – von Klandt nach rechts abgedrängt – aus spitzem Winkel aufs Tor abzog, aber das Ziel verfehlte. Wie bisher üblich in diesem Spiel passierte sogleich auf der Gegenseite etwas: Ein Freistoß von Nils Teixeira rutschte über einige Berührungen von Freund und Feind durch und landete in den Armen von Fortunas Torhüter Fabian Giefer.

Der FSV präsentierte sich stark, führte auch klar im Eckballverhältnis. Im Anschluss an eine Ecke hätte es beinahe eine weitere Tormöglichkeit gegeben, nachdem Denis Epstein einen „Chip“ auf Leckie ansetzte, der den Ball aber nicht schnell genug verarbeiten konnte. Jetzt ging es Schlag auf Schlag: Leckie als Vorbereiter, Epstein traf den Ball schlecht und kurz darauf probierte es Michael Görlitz mit einer Distanzschuss-Bogenlampe. Die Schwarz-Blauen waren klar am Drücker!

In der zweiten Hälfte hatten die Gastgeber das erste Wort. Die leichte Konfusion in der FSV-Defensive wurde mit einem verzogenen Distanzschuss von Oliver Fink beendet. In der 57. Minute brachte Möhlmann für Odise Roshi den Italo-Kameruner Nestor Djengoue, das System kehrt zur bewährten 4-4-2-Formation zurück.  In dieser Phase hatten die Düsseldorfer Oberwasser, der FSV verteidigte aufopferungsvoll und warf sich auch in den Schuss von Kenia aus halblinker Position, der Gefährlichkeit aufkommen ließ. Nach 73 Minuten musste FSV-Kapitän Björn Schlicke verletzungsbedingt mit muskulären Problemen im linken Oberschenkel den Platz verlassen, für ihn kam Joni Kauko in die Partie. Manuel Konrad rückte daher in die Innenverteidigung. Kurz darauf schnappte sich Nils Teixeira bei einem Fortuna-Konterversuch den Ball, passte zu Leckie, der sofort mit der Schuhspitze abschloss. Der Ball strich nur um Zentimeter am Pfosten vorbei.

Die Schlussviertelstunde gestaltete sich hektisch. Zunächst kam der FSV zweimal gefährlich vor des Gegners Tor. Zuerst setzte sich Leckie sehr gut durch, sein Abschluss konnte jedoch von Fortuna-Keeper Giefer zur Ecke pariert werden. Nach diesem Eckball landete der Ball in der zweiten Reihe bei Manuel Konrad, dessen strammer Schuss vor den Füßen von Nestor Djengoue landete. Auch der Schuss des Mittelfeldspielers wurde zur Ecke geklärt, die jedoch nicht verwertet werden konnte. Kurz darauf kam es zu Aufregungen im FSV-Strafraum: In einen Angriff der Düsseldorfer sahen die Fortuna-Fans auf den Rängen und die Spieler ein Handspiel von Konrad, es wurde lautstark ein Elfmeter gefordert. Schiedsrichter Leicher entschied  jedoch auf Einwurf für die Gastgeber. In der nächsten Aktion war erneut die FSV-Defensive gefordert: Ein guter Torschuss aus 25 Metern wurde von FSV-Torhüter Klandt souverän entschärft. In der Nachspielzeit hätte Epstein sogar noch die Chance, das Last-Minute-Tor für die Schwarz-Blauen zu erzielen. Der 27-Jährige konnte jedoch den Düsseldorfer Schlussmann nicht überwinden, es blieb auch nach 92 Minuten beim 0:0-Endstand.

Fortuna Düsseldorf - FSV Frankfurt 0:0 
Düsseldorf: Giefer - Levels, Malezas, Bomheuer, Ramirez - Bodzek, Fink - Reisinger (83.Hoffer), Kenia (80.Bellinghausen), Gianniotas - Bance (59.Benschop)
FSV Frankfurt: Klandt - Huber, Schlicke, (74.Kauko), Oumari, Teixeira - Görlitz, (85.Rukavytsya), Konrad, Roshi (57.Djenguoue), Epstein - Leckie, Kapllani

Gelbe Karten: Giefert, Levels, Malezas, Bellinghausen / Roshi, Kapllani
Schiedsrichter: Leicher (Landshut)
Zuschauer: 30.254

Autor: Matthias Gast | 28.09.2013

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