3. Liga


Keine Eier im FSV-Osternest

FSV Frankfurt mit unverdienter 2:3-Niederlage in Kaiserslautern

Obenauf: Michael Görlitz und der FSV konnten sich in Kaiserslautern für eine starke Leistung nicht belohnen. Foto: bild pressehaus

In einem vor allem in der ersten Halbzeit tempo- und torreichen Zweitligaspiel am Ostersonntag unterlag der FSV Frankfurt dem 1.FC Kaiserslautern 3:2 (3:2). Vor einer Kulisse von 26.065 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion boten die FSV-Spieler eine gute Leistung und präsentierten sich von den Spielanteilen dem Aufstiegsaspiranten aus der Pfalz in weiten Teilen überlegen, konnte dies jedoch nicht im Ergebnis wiederspiegeln. Torschützen für den FSV waren Mathew Leckie, der die Schwarz-Blauen früh in Führung brachte und Andrew Wooten, der nach zwei Lauterer Treffern für den zwischenzeitlichen Ausgleich sorgte.

Der FSV sorgte bereits in der zweiten Minute für Aufsehen: Nach einer Ecke von Odise Roshi, die der Albaner in einer flachen und kurzen Variante und einem Doppelpass mit Mathew Leckie ausführte, verpasste Andrew Wooten in der Mitte nur knapp. In der dritten Spielminute dann der Treffer: Eigentlich waren die Lauterer in der Vorwärtsbewegung, nach einem Ballverlust im Mittelfeld landete das runde Leder bei Manuel Konrad. Dieser flankte den Ball diagonal zu Leckie, der aus kurzer Distanz per Kopf ins rechte Torwarteck traf.

Aber nicht nur das Blitztor sorgte auf den Rängen für Überraschung: Der FSV fand insgesamt gut in die Partie und konnte dem Offensivaufgebot des 1.FC Kaiserslautern Paroli bieten. Gegenüber „Roten Teufeln“, die kaum in den gegnerischen Sechzehner vordrangen, gelang es den Mannen von FSV-Cheftrainer Benno Möhlmann, immer wieder Nadelstiche zu setzen und so in den Anfangsminuten einen souveränen Auftritt hinzulegen. So auch FCK-Leihgabe Andrew Wooten, der nach einer Viertelstunde auf das Tor von Tobias Sippel zulief. Der Deutsch-Amerikaner versuchte es mit einem Schuss von Sechzehner, den Sippel aber parieren konnte. In der 22. Minute verhinderte zunächst ein klasse Reflex von FSV-Schlussmann Patric Klandt das Gegentor: Einen Kopfball von Markus Karl aus kurzer Distanz lenkte Klandt über die Latte. Der daraus resultierende Eckball bedeutete aber das 1:1: Kevin Stöger führte den Eckstoß aus und spielte diesen in den Rückraum zu Florian Dick, der den hereinfliegenden Ball volley nahm und diesen an die Unterkante der Torlatte jagte, von wo aus er unhaltbar für den FSV-Keeper im Tor landete.

Es blieb auch in der restlichen ersten Halbzeit ein munteres Fußballspiel: In der 29. Minute wieder der FSV in Ballbesitz. Leckie passte den Ball auf der linken Seite zu Nils Teixeira, der ein gutes Auge bewies und in die Schnittstelle zurück zum Australier passte. Den Abschluss aus spitzem Winkel schlenzte der FSV-Offensivspieler aber knapp am langen Eck vorbei. In der 36. Minute zeigte Schiedsrichter Patrick Ittrich auf den Elfmeterpunkt: Bei einer Flanke der Gastgeber entschied der Unparteiische auf Handspiel. Ex-FSV-Spieler Mohamadou Idrissou trat an und ließ Patric Klandt keine Chance, das 2:1 für den FCK. Der FSV fand aber sofort die passende Antwort: Unmittelbar nach Anstoß landete der Ball auf der rechten Seite bei Roshi, der mit seiner Flanke Wooten fand. Die einzige Spitze im Spiel des FSV erzielte, wie zuvor Leckie, per Kopf den erneuten Ausgleich. Der 24-jährige Wooten war es auch, der fast noch vor der Pause die Führung für die Schwarz-Blauen erzielt hätte: Wieder lief die FCK-Leihgabe allein auf Tobias Sippel zu, legte sich den Ball aber ein Stück zu weit vor. Auch Joni Kauko schnappte sich das runde Leder und kämpfte sich durch zwei Gegenspieler in den Strafraum, wurde aber im letzten Moment am Abschluss gehindert.

Stattdessen durften die Hausherren vor dem Pausenpfiff nochmal jubeln: Außenverteidiger Dick platzierte einen Einwurf ganz dicht vor das FSV-Tor, Mittelfeldspieler Karl kostete es bei dieser Vorlage nicht viel Mühe den Ball in die Maschen zu verlängern. Mit dem Stand von 2:3 aus Sicht des FSV Frankfurt ging es nach spannenden 45 Minuten für beide Mannschaften zunächst in die Halbzeitpause. Aus der Kabine kehrten sowohl die Schwarz-Blauen als auch die Rot-Weißen in unveränderter Formation zurück auf den Rasen im Fritz-Walter-Stadion.

Die Möhlmann-Elf begann auch die zweite Halbzeit mutig, die Spielanteile und Chancen lagen deutlich bei den Gästen. Mit der Einwechslung von Michael Görlitz in der 62. Minute versuchte Cheftrainer Möhlmann, das Spiel nochmal zu beleben, was im Ansatz auch gelang: Der rechte Mittelfeldspieler konnte sich im Offensivspiel gut einbringen, das Tor blieb aber vorerst aus. Zur Stärkung des Angriffs kam beim FSV zudem in der 68. Minute Edmond Kapllani für den defensiven Konrad in die Partie.

Im weiteren Spielverlauf erarbeitete sich die schwarz-blaue Elf weiterhin gute Tormöglichkeiten, konnte aber keine davon verwerten. Entweder scheiterten die FSV-Kicker an zu ungenauen Abschlüssen oder einer guten FCK-Defensive. Die Zeichen standen in den letzten zehn Minuten auf Konterspiel, als FSV-Chefcoach Möhlmann zur Stärkung der Defensive Verteidiger Björn Schlicke für Kauko in die Partie brachte. Die dickste Chance auf Seiten der Gäste hatte Görlitz in der 83. Minute: Den Ball eigentlich schon vertändelt eroberte sich der Mittelfeldspieler das Spielgerät zurück, marschierte in den Strafraum, zog ab – und setzte das runde Leder an die Torlatte. Kurz darauf scheiterte Wooten knapp am gut aufgelegten Sippel: Eine Hereingabe schoss der Angreifer aus kurzer Distanz aufs Tor, nur einem glänzenden Reflex des FCK-Schlussmannes war es zu verdanken, dass hier nicht der Ausgleich fiel.

Der FSV drückte aber bis zur letzten Minute auf den Ausgleich: In den letzten fünf Minuten gab es fast im Sekundentakt Chancen für die Schwarz-Blauen, bei Kaiserslautern war es nur Sippel, der Schlimmeres verhindern konnte. Ihrem Schlussmann hatte es der FCK zu verdanken, dass es auch nach 90 Minuten inklusive Nachspielzeit beim knappen und glücklichen Sieg für die Pfälzer.

1.FC Kaiserslautern – FSV Frankfurt 3:2 (3:2)

1.FC Kaiserslautern: Sippel – Dick, Torrejon, Heintz, Zimmer – Stöger, Karl, Jenssen, Idrissou – Lakic (85. Occean), Zoller.

FSV Frankfurt: Klandt – Huber, Heubach, Oumari, Teixeira – Konrad (68. Kapllani) – Roshi (62. Görlitz), Kruska, Kauko (77. Schlicke), Leckie – Wooten.

Tore: 0:1 Leckie (3.), 1:1 Dick (22.), 2:1 Idrissou (37.), 2:2 Wooten (38.), 3:2 Karl (45.).

Gelbe Karten: Zimmer, Stöger / Roshi, Konrad.

Zuschauer: 26.065.

Schiedsrichter: Patrick Ittrich (SV Mümmelmannsberg).

Autor: Ann-Kathrin Hauck | 20.04.2014

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