3. Liga


Doppelter Wooten bricht den Bann

FSV Frankfurt schießt Energie Cottbus mit 3:1 in die 3. Liga

Joni Kauko und Manuel Konrad jubeln mit Andrew Wooten. Foto: bild pressehaus

In einem vor allem in der ersten Halbzeit tempo- und ereignisreichen Duell im Frankfurter Volksbank Stadion am 32. Spieltag gewinnt der FSV Frankfurt gegen den FC Energie Cottbus mit 3:1 (2:0). Im Duell mit dem Tabellenschlusslicht aus der Lausitz gelang FSV-Stürmer Andrew Wooten ein Doppelpack, auch Michael Görlitz konnte sich in die Torschützenliste eintragen. Die 4.521 Zuschauer erlebten zudem einen Platzverweis für jede Mannschaft. Diese Niederlage bedeutet den Abstieg aus der zweiten Bundesliga für die Lausitzer.

Der FSV stürmte in der ersten Hälfte auf die gut gefüllte heimische Südtribüne. Zu Beginn der Partie waren die Schwarz-Blauen klar tonangebend und bestimmten das Spieltempo. Jeweils nach Standardsituationen kamen Tim Heubach (7.) sowie Mathew Leckie (12.) per Kopfball zu den ersten zaghaften Tormöglichkeiten der Schwarz-Blauen, beide blieben allerdings harmlos. Das erste Mal richtig gefährlich wurden die Frankfurter in der 17. Minute. Leckie konnte sich über die linke Außenbahn durchtanken und spielte auf Strafraumhöhe quer rüber zum freistehenden Odise Roshi. Dieser ließ sich mit dem Abschluss etwas zu viel Zeit, so dass dieser noch durch einen gegnerischen Verteidiger abgewehrt werden konnte.

Kurz darauf forderte ein Großteil im Frankfurter Volksbank Stadion einen Strafstoß für die FSV’ler. Wooten hatte sich zuvor gegen vier Cottbuser Verteidiger durchgesetzt, wobei ihm einer das Bein wegzog (21.). Doch die Pfeife von Schiedsrichter Christian Dietz blieb stumm. Und die Frankfurter legten nach. Nach einem Pass von Marc Kruska kam wiederum Roshi freistehend aus 16 Metern und halbrechter Position zum Schuss. Dieser konnte aber vom gegnerischen Schlussmann René Renno zur Ecke geklärt werden.
Nach 32 Minuten belohnte sich der FSV für den großen Aufwand mit dem 1:0. Zunächst trieb Mittelfeldmann Joni Kauko den Ball in höchstem Tempo in die gegnerische Hälfte und spielte gut 20 Meter vor dem Tor Leckie an. Der Australier leitete den Ball mit einem Ballkontakt auf die linke Seite zu Wooten weiter. Dieser befand sich bereits im Strafraum, lief aus spitzem Winkel auf das Tor zu und versenkte die Kugel gekonnt im langen Eck.

Und die Schwarz-Blauen ließen nicht locker, ruhten sich auf der Führung nicht aus und kamen nur vier Minuten später zum nächsten Treffer per Strafstoß. Dem ging ein Steilpass auf Roshi voraus, dieser enteilte Fomitschow und drang in den Sechzehner ein. Dort wurde er vom nacheilenden Verteidiger von den Beinen geholt. Wooten schnappte sich den Ball und netzte souverän ein (34.).

Das Spiel ließ in dieser Phase keine Chance zum Durchatmen. Nur drei Minuten später in der 37. Minute kam es zu tumultartigen Szenen. Schiedsrichter Christian Dietz zeigte Roshi die Rote Karte. Was war geschehen? Nach einem Foul an Wooten und dem richtigen Pfiff zum Freistoß standen sich die unbeteiligten Sven Michel und Roshi Kopf an Kopf gegenüber. Plötzlich ging Michel grundlos zu Boden und hielt sich die Hände vor das Gesicht. Der Unparteiische Dietz zögerte nicht lange und zeigte Roshi direkt die Rote Karte. Unfassbar, das Stadion tobte! Statt - wie zu erwarten - mit 21 Spielern gingen beim Halbzeitpfiff nur 20 Spieler in die Kabine. Der bereits verwarnte Cottbuser Charles Takyi stieg in der 43. Minute etwas rüde zum Kopfballduell am Frankfurter Strafraum hoch und foulte dabei Tim Heubach. Der Referee zögerte wiederum nicht lange und verwies Takyi mit Gelb-Rot des Feldes.

Dann war Halbzeit und Zeit zum durchatmen. Die Frankfurter zeigten in den ersten 45 Minuten wesentlich mehr Willen und waren darüber hinaus auch spielerisch deutlich überlegen. Cottbus konnte sich keine nennenswerte Chance bis zur Halbzeit erarbeiten, somit gingen die Mannen von FSV-Chefcoach Benno Möhlmann völlig verdient mit einer 2:0 Führung in die Kabine.

Beide Mannschaften kamen unverändert aus der Halbzeit und der FSV startete mit den Fans, die heute für eine hervorragende Stimmung sorgten, im Rücken. Bis zur 60. Minute blieb das Spiel weitestgehend ohne Höhepunkte, wobei der FSV immer noch die spielbestimmende Mannschaft war. In der 60. und 63. Minute konnte sich Leckie zweimal über die linke Seite kraftvoll durchsetzen und in Szene setzen, blieb aber ohne Torgefahr.

Dann wurde es wieder kurios. Wie aus dem Nichts kam Energie Cottbus durch den zuvor eingewechselten Paul Röwer zum Anschlusstreffer. Schulze hatte volley auf das Frankfurter Tor geschossen, Klandt den Ball abprallen lassen und Röwer hatte aus kürzester Distanz leichtes Spiel. FSV-Chefcoach Benno Möhlmann reagierte in der 71. Minute und brachte Edmond Kapllani sowie Michael Görlitz für den Doppeltorschützen Wooten und Leckie. Nur sechs Minuten später folgte bereits der dritte Frankfurter Wechsel. Kruska musste wegen einer Gehirnerschütterung den Platz verletzt verlassen und wurde durch Denis Epstein ersetzt (77.).

Das Spiel stand jetzt auf Messers Schneide, die Gäste witterten ihre Chance. Doch in der 83. Minute ließ der FSV den Ball über mehrere Stationen zirkulieren. Am Ende verlagerte Konrad das Spielgerät auf die halbrechte Seite zu Görlitz, der Fomitschow aussteigen ließ und per Linksschuss aus knapp zehn Metern ins lange Eck einnetzte.

Dadurch war Cottbus besiegt. In der Folge hatten die Frankfurter noch mehrere Gelegenheiten durch Görlitz und Kapllani zu erhöhen, allerdings gelang dies nicht. Letztendlich gewann der FSV mit einer sehr beherzten und leidenschaftlichen Leistung verdient gegen das Tabellenschlusslicht mit 3:1.

FSV Frankfurt - Energie Cottbus 3:1 (2:0)
Frankfurt: Klandt - Huber, Oumari, Heubach, Teixeira - Konrad - Roshi, Kauko, Kruska (77.Epstein), Leckie (72.Görlitz) - Wooten (72.Kapllani)
Cottbus: Renno - Schulze, Möhrle, Buljat, Fomitschow - Banovic (68.Perdedaj), Takyi - Jendrisek (56.Röwer), Stiepermann (71.Fetsch), Michel - Sanogo
Tore: 1:0 Wooten (32.), 2:0 Wooten (34./FE), 2:1 Röwer (67.), 3:1 Görlitz (82.)
Gelbe Karten: - / Takyi, Fomitschow
Gelb-Rote Karten: - / Takyi (43./Whd.Foulspel)
Rote Karten: Roshi (37.Tätlichkeit)/ -
Schiedsrichter: Dietz (Kronach)
Zuschauer: 4.521

 

Autor: Max Dahmer | 26.04.2014

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