3. Liga


1925 - 1933: Die Goldenen Jahre

Die Jahre 1925 bis 1933 wurden zu den erfolgreichsten der Vereinsgeschichte. Sechs Mainmeisterschaften, Süddeutscher Meister 1933 und Deutscher Vizemeister 1925 standen in der Bilanz. Damit nicht genug: Der FSV war zum echten Spitzenverein geworden, genoss im Ausland hohes Ansehen und zählte zu den zehn besten Vereinen der Weimarer Republik.

Den Höhepunkt der Vereinsgeschichte erlebten die Bornheimer pünktlich zum 25. Geburtstag. In der Süddeutschen Meisterschaft konnte der dritte Tabellenplatz erkämpft werden und der berechtigte zur Teilnahme an der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft. Das war noch keinem anderen Frankfurter Team zuvor gelungen. Doch der Triumphzug war kaum aufzuhalten. Im Finale um die Deutsche Meisterschaft ging es vor mehr als 40.000 Zuschauern im Frankfurter Waldstadion gegen den 1. FC Nürnberg um den Titel. Nach 120 packenden Minuten stand der FSV als zweiter Sieger fest. Trotz der Niederlage hatten sich die Bornheimer einen dauerhaften Platz in den Annalen des DFB gesichert.

Im folgenden Jahr konnte die Mainmeisterschaft gefeiert werden, in der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft war jedoch im Viertelfinale gegen Hertha BSC Schluss. 1927 wurde die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft nur knapp verpasst (1:3 gegen TSV 1860 München).

Ende der 20er Jahre jedoch brach die Erfolgsmannschaft weitestgehend auseinander. Tiefpunkt war der fünfte Platz in der Main-Bezirksliga, der nicht einmal für die Süddeutsche Trostrunde reichte. Der FSV war in diesen Jahren ansonsten Stammgast in den Spielen um die Deutschen Meisterschaften.

Nach den Spielorten "Im Prüfling" und an der "Seckbacher Landstraße" bezog der FSV das neu erbaute Stadion am "Bornheimer Hang". Der Bau des Stadion ist dabei besonders dem damaligen Vereinspräsidenten Alfred J. Meyers zu verdanken. Schon damals bot das Stadion mit Tribüne und Stehterrassen 18.000 Zuschauern Platz und galt als eines der schönsten uns modernsten Stadion Süddeutschlands. Das Eröffnungsspiel am 11. Oktober 1931 gewann der FSV mit 3:0 gegen Germania 94.

Der größte Triumph des FSV sollte jedoch im Frankfurter Waldstadion gefeiert werden. Im Finale um die Süddeutsche Meisterschaft im Jahr 1933 gewann der FSV vor 15.000 Zuschauern gegen den TSV 1860 München mit 1:0. Nationalspieler Georg Knöpfle erzielte kurz vor Schluss per Freistoß den Siegtreffer. In der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft verloren die Bornheimer jedoch mit 0:1 beim FC Schalke 04.

1933 - 1945: Die Gauligazeit

Nach der sog. Machtergreifung seitens der Nationalsozialisten machte die zügige Gleichschaltung auch vor dem Fußballbetrieb nicht Halt. Das Ligasystem wurde zwangsreformiert, die Gauligen entstanden. Die Spieler des FSV schnürten ihre Schuhe fortan in der Gauliga Südwest, Unmut machte sich auch bei anderen Teams breit.

Trotz der Neukonstellation blieben die Zuschauerzahlen gut. So kickte der FSV in der Saison 1933/34 bei seinem ersten Heimspiel vor immerhin 5.000 Zuschauern. Sportlich enttäuschte man jedoch, was mit dem Abgang von Spielmacher Georg Knöpfle zu erklären ist. Die Mannschaft fing sich in den Folgejahren und erkämpfte regelmäßig Positionen im oberen Tabellendrittel. Ein Höhepunkt war sicherlich das Erreichen des Pokalendspiels im Januar 1939. Dort sei der FSV betrogen worden, so eine Zeitzeugin. Denn der damalige Gegner Rapid Wien stammte aus der „Heimat des Führers“ und sollte den Pokal in das annektierte Österreich holen.

Obwohl der FSV gegen die klaren Favoriten in Führung gehen konnte, reichte es nicht zur Sensation. Übereinstimmend wird berichtet, der Schiedsrichter habe die Wiener bevorteilte, während er das Spiel der Frankfurter störte, wo er nur konnte. Die gut 3.000 mitgereisten Fans taten ihren Unmut nach Abpfiff – und drei Toren für Rapid – kund und stürmten erbost den Platz.

Während des Krieges spielte man im Reich weiterhin Fußball, doch Teile der Mannschaft wurden an die Front beordert. Das wirkte sich auch auf die Ergebnisse aus: Im Jahre 1941 war der FSV bloß noch eine graue Maus im Spielbetrieb. Dass andere Vereine in Sachen Einberufung noch mehr gebeutelt waren, davon zeugt der 23:3-Sieg gegen eine Rumpfmannschaft der SpVgg Neu-Isenburg in der Saison 1943/44. Während die Männer im Ausland reihenweise verheizt wurden, hielt man sich beim FSV mit A-Jugend-Spielern über Wasser, ehe die Flächenbombardements einen Spielbetrieb beinahe unmöglich machten. Zwangspausen waren an der Tagesordnung.

Noch bis kurz vor Kriegsende instrumentalisierten die Nazis den Fußball für ihre Zwecke. So sollte die Aufrechterhaltung des Spielbetriebs vom vermeintlichen Willen und Durchhaltevermögen der „Volksgemeinschaft“ zeugen. Nachdem das Regime den von ihm angezettelten Krieg endgültig verloren hatte und die Alliierten in Deutschland einmarschiert waren, wurde der FSV im Jahre 1945 als Verein aufgelöst, war er doch Mitglied im NS-Reichsbund für Leibesübungen.

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